Chronik der Eisenbahner-Baugenossenschaft Schweinfurt eG
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50jähriges Jubiläum 1961

Geleitwort von Herrn Dr. Strößenreuther,
Präsident der Bundesbahndirektion Nürnberg

Im Reigen der Wohnungsbaugenossenschaften meines Bezirks feiert als Dritte die Eisenbahner-Baugenossenschaft Schweinfurt eGmbH in diesen Tagen ihr fünfzigjähriges Bestehen.

Ein halbes Jahrhundert ist im Leben eines gemeinnützigen Unternehmens ein Zeitabschnitt, der ein sicheres Urteil über Zweckmäßigkeit, soziale Zielsetzung und Erfolg zuläßt.

Preiswerte Wohnungen für das Personal selbst zu schaffen, sah die Eisenbahnerverwaltung schon immer als eine wichtige Aufgabe ihrer Fürsorge an. Hierbei örtlich die Initiative ergriffen zu haben, ist Vielfach das Verdienst der Baugenossenschaften. Durch deren Wirken werden aber nicht nur Wohnungen geschaffen, sondern auch das Zusammengehörigkeitsgefühl der großen Eisenbahnerfamilie und die Bereitschaft zur gegenseitigen Hilfe gestärkt. Alle diese Erwartungen hat die Eisenbahner-Baugenossenschaft Schweinfurt voll erfüllt.

Über 460 Mitglieder zählt die Genossenschaft zur Zeit, 370 Wohnungen nennt sie ihr eigen (davon 122 nach dem Kriege neu gebaut) und mit 2,8 Millionen DM bewertet sie recht vorsichtig ihr Vermögen; stolze Zahlen, die vor allem den führenden Männern zur Ehre gereichen.

Für ihr eifriges und verantwortungsbewußtes Wirken spreche ich der Eisenbahner-Baugenossenschaft Schweinfurt eGmbH meine volle Anerkennung aus. Möge sie ihren Aufstieg zum Wohle unserer Eisenbahner in Schweinfurt und Umgebung fortsetzen.

Dr. Strößenreuther

Geleitwort von Herrn Wichtermann,
Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt

Es ist schon ein besonderes Jubiläum, wenn in diesen Tagen die Eisenbahner-Baugenossenschaft Schweinfurt auf ihr 50jähriges Bestehen zurückblicken kann. Sie ist damit die älteste Genossenschaft ihrer Art in unserer Stadt und ein überzeugender Beweis für die Weitsichtigkeit ihrer Gründungsmitglieder, die bereits 1911 den Gedanken der Selbsthilfe und der Eigeninitiative in die Tat umsetzten. Ein Schritt, der heute noch unsere uneingeschränkte Anerkennung verdient, wenn sicherlich auch sehr viele Menschen die Frage stellen: War es vor 50 Jahren überhaupt notwendig, eine Baugenossenschaft zu gründen? Eine wachsende Stadt hat immer bedarf an Wohnungen! So ist es heute und so war es bereits vor 50 Jahren in Schweinfurt.

Der Zweck der Gründung der Eisenbahner-Baugenossenschaft war sicherlich nicht die Bildung genossenschaftlichen Eigentums, sondern es war die sozialmenschliche Verpflichtung, den Angehörigen einer bestimmtem Berufsgruppe den zur Entwicklung einer gesunden Familie notwendigen Wohnraum zu beschaffen. Ich bin überzeugt, daß mit dieser Einstellung einer großen Anzahl von Eisenbahnern eine drückende Sorge abgenommen wurde.

Mit einem Wort aufrichtigen Dankes für das bisher im Wohnungsbau unserer Stadt Geleistetes wünsche ich der Eisenbahner-Baugenossenschaft auch für die Zukunft segensreiches Wirken zum Wohle vieler Bürger der Stadt Schweinfurt.

Wichtermann

[75. Jubiläum]